Fivestar Marketing verurteilt – Schlechte Erfahrung für Käufer


LG München erklärt verkaufte positive Fake-Bewertungen für rechtswidrig

Haben Sie Erfahrungen mit Fivestar Marketing gemacht und dort Fake- Bewertungen gekauft? Das LG München hat gekaufte Fake-Rezensionen endlich für rechtswidrig erklärt.

Das Urlaubsportal Holidaycheck hat erfolgreich gegen gefälschte Bewertungen der Firma Fivestar Marketing auf seinem Bewertungsportal geklagt. Die Firme hatte erfundene Bewertungen an etliche Hotels verkauft. Internet-Nutzer verließen sich auf diese Bewertungen und wurden nach der Buchung oft enttäuscht. Damit ist nun Schluss. Auf eine Klage des Hotelbewertungsportals Holidaycheck hat das Landgericht München mit Urteil vom 14.11.2019 – 17 HK O 1734/19 dem Unternehmen Five Star Marketing verboten, Fake-Bewertungen zu verkaufen. Auch das Landgericht Hamburg hatte mit Urteil vom vom 28.06.2019 – 315 O 255/18 die Firma 5 Sterne Marketing GmbH wegen illegaler Geschäftstätigkeitt verurteilt.

Geschäftsmodell: Erfundene positive Bewertungen

„Durch Fivestar erhalten Sie hochwertige Rezensionen Ihrer Produkte, Ihrer Dienstleistungen oder Ihres Shops“, wirbt Fivestar auf der eigenen Webseite. Das Unternehmen Fivestar Marketing AG sitzt laut Website in New Horizon Building, Ground Floor 3 1/2 Miles Philip S.W. Goldson Highway, Belize City, Belize. Belize ist ein südamerikanischer Kleinstaat. Kriminelle Angebote im Internet erkennt man oft schon daran, dass der Anbieter im weit entfernten Ausland sitzt (angeblich), um sich der deutschen Justiz zu entziehen. Auch hier handelt es sich um ein illegales Geschäftsmodell. Fivestar Marketing verkauft keine echten Bewertungen, die auf Erfahrungen beruhen, soindern gefälschte und frei erfundene, positive Bewertungen an Unternehmen, die auf Bewertungsportalen wie Google Maps, Amazon, Facebook, Trustpilot oder Holidaycheck ihren Ruf verbessern wollen. Amazon hatte bereits zwei einstweilige Verfügungen gegen Fivestar Marketing erreicht, von denen eine bereits durch ein rechtskräftiges Urteil bestätigt wurde. Die Fake-Bewertungen werden bei Fivestar durch freie Mitarbeiter erstellt. Damit wirken die Bewertungen echter als computergesteuerte Bewertungen eines automatisierten Verfahrens und dementsprechend auch wesentlich teurer.

Erfundene Bewertungen schaden den Kunden

Mit Fake-Bewertungen bzw. erfundenen Bewertungen werden Internetnutzer und Hotelgäste regelrecht betrogen. Hotels und andere Dienstleistungen können mit Fake-Bewertungen besser erscheinen, als sie tatsächlich sind. Erfundene Kundenbewertungen ärgern aber nicht nur die Kunden, sondern schaden auch dem Ruf von Internetportalen. Das Landgericht München hat tatsächlich erkennt, wie wichtig es ist, dass die Bewertungen authentisch sind und nur von Personen stammen dürfen, die auch tatsächlich eine eigenen Erfahrung mit dem bewerteten Unternehmen gemacht haben.

Daher hatte das Hotelbewertungsportal Holidaycheck aus der Schweiz gegen das Unternehmen Fivestar geklagt. Zuvor hatte Holidaycheck die entsprechenden Hotels abgemahnt und strebt nun die gerichtliche Feststellung an, ob das Geschäftsmodell der Marketing-Firma aus Südamerika unrechtmäßig ist.

Fivestar Marketing muss löschen und Auskunft erteilen

Das Landgericht München hat Fivestar nicht generell verboten, positive Bewertungen auf Holidaycheck zu verkaufen. Verboten wurde der Verkauf von Rezensionen von Fivestar-Bewertern, die keine eigene Erfahrungen mit dem bewerteten Hotel gemacht haben. Fivestar darf somit zukünftig keine Bewertungen mehr von Personen verkaufen, die nicht selbst im bewerteten Hotel oder Ferienhaus übernachtet haben. Außerdem muss das Unternehmen dafür sorgen, dass die verkauften Fake-Bewertungen gelöscht werden. Auch schuldet Fivestar dem Kläger Auskunft, von wem die erfundenen Bewertungen stammen. Die Entscheidung erging in Form eines Versäumnisurteils. Trotz Ladung war kein Vertreter von Fivestar zur Verhandlung erschienen.

Negative Bewertungen löschen lassen

Wir raten stets dazu, das eigene Bewertungsprofil durch das Sammeln von echten positiven Bewertungen zu verbessern sowie parallel rechtswidrige negative Bewertungen von uns löschen zu lassen.

 

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