Opfer des Internet-„Prangers der Schande“ bekommt vor LG München I Recht


Nachdem das OLG München der Bild-Zeitung im einstweiligen Verfügungsverfahren verboten hatte, das Bildnis einer Facebook-Nutzerin im Rahmen ihres online Internet-Prangers der Schande zu veröffentlichen, entscheid am 9.3.2017 nach einem mit harten Bandagen geführten Prozess nun auch das LG München I entsprechend im Hauptsacheverfahren und schloss sich der Rechtsprechung des OLG München an.

Keine Anprangerung mit Bildern von Personen

Bild-Online muss es unterlassen, das Bildnis meiner Mandantin im Internet-„Pranger der Schande“ zu veröffentlichen. Es bleibt abzuwarten, ob die Bild-Zeitung Rechtsmittel einlegt, denn das OLG München wird 1 Jahr später kaum anders entscheiden und der Weg zum Bundesgerichtshof wird aller Voraussicht nach versperrt bleiben. Immerhin hat das Bundesverfassungsgericht derartige Anprangerungen bereits mehrfach verboten, so dass kein Bedürfnis für eine höchstrichterliche Klärung mehr besteht.

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