Google Bewertungen auf Google Plus Local (Google+ Local) erhalten – Wie man rechtswidrige negative Google Bewertungen entfernen und löschen kann


Bundesweite Hilfe bei rechtswidrigen Google Bewertungen

Seit 2013 bindet Google in die organische Trefferliste bzw. Suchergebnisse sowie bei Google Plus Local seine eigenen Google-Bewertungen und Erfahrungsberichte ein. Dabei handelt es sich um Sternebewertungen zwischen 1 Stern (am schlechtesten) und 5 Sternen (beste). Diese Sternebewertungen sind in den Suchergebnissen zu sehen. Zudem tauchen diese Erfahrungsberichte in der rechten Spalte in den Google Maps-Ergebnissen nochmals auffälliger auf. Seit Juni 2014 heißt Google Places nun Google Plus Local und hat ein neues Design. Jeder Unternehmens-Eintrag bei Google My Business bekommt auch einen Eintrag/eine Seite bei Google+ (entspricht in etwa einer Fan-Seite bei Facebook).

Wer kann bei Google Plus Local bewerten?

Um eine Google+ Local Bewertung abzugeben und einen Erfahrungsbericht schreiben zu können, müssen Internet-Nutzer seit ca. 2012 über ein Google-Plus-Profil verfügen und dort eingeloggt sein. Die Bewertung erscheint dann unter dem bei Google gespeicherten Klarnamen des Google-Plus-Profils des Bewerters. Zuvor musste man bei Bewertungen nicht seine Identität preisgeben, so dass anonyme Bewertungen möglich waren, die unter dem Namen „Ein Google-Nutzer“ veröffentlicht wurden. Mittlerweile sind keine anonymen Bewertungen mehr bei Google möglich. Hintergrund dieser Neureglung ist neben dem Pushen des Google-Plus-Dienstes die Hoffnung auf ehrlichere und glaubwürdigere Bewertungen.

Gegen wen kann man vorgehen?

Betroffene, deren Persönlichkeitsrechte durch die rechtswidrigen Berichte und Bewertungen verletzt werden, können gegen die Verfasser selbst und gegen die Portalbetreiber vorgehen.

In der Regel sind den betroffenen Unternehmern die Verfasser der rechtswidrigen Berichterstattungen allerdings nicht bekannt, so dass der Weg gegen den Portalbetreiber bleibt.

Beispiel:

Das KG Berlin hatte in II. Instanz über einen Fall zu entscheiden, in dem auf Google Maps ein anonymer Verfasser einen negativen Erfahrungsbericht über den Arzt einer Berliner Praxis für plastische Chirurgie veröffentlicht hatte:

“Vorsicht!!!!!!!!!!! der Fuscher!!!! schlimmer kann man einen Menschen nicht verunstalten: seit dieser “Behandlung” kann ich nicht mehr anziehen, was ich will, ich muss genau überlegen womit ich was abdecken kann. Meine Arme, Mein Po- alles mit Dellen überseht und hängt unvorstellbar hässlich ab. Was ich schon investiert habe in Korrekturoperationen-> nichts hilft mehr! Seid vorsichtig! Seid gewarnt!!! Er ist furchtbar!”

Da der Verfasser anonym war, nahm der betroffene das Portal Google im Rahmen der Störerhaftung auf Unterlassung in Anspruch. Der Kläger hat Google zuvor darüber informiert, dass diese Angaben nicht der Wahrheit entsprachen und fügte als Nachweis auch eine eidesstattliche Versicherung bei. Google reagierte nicht weiter. Daraufhin ging der Kläger gerichtlich vor.

Konkret hatte das Gericht darüber zu entscheiden, ob es sich bei einem anonymen Erfahrungsbericht um eine Tatsachenbehauptung handelt und die vom BGH entwickelten Grundsätzen zur Störerhaftung greifen. Das KG Berlin (Urt. v. 07.03.2013 – 10 U 97/12) hat entschieden, dass Google für rechtswidrige Äußerungen Dritter in seinem Dienst “Google Maps” haftet. Das Gericht bestätigt damit die Vorinstanz, das LG Berlin (Urt. v. 05.04.2012 –27 O 455/11). Entsprechend den Vorgaben des BGH (Urt. v. 25.10.2011 – Az.: VI ZR 93/10) sei Google ab Kenntnis verpflichtet sei, die inhaltliche Richtigkeit solcher Drittbeiträge zu überprüfen. Das Unternehmen wäre hier verpflichtet gewesen, die Anfrage des Klägers an den Unbekannten zur Stellungnahme weiterzuleiten. Da Google dies unterlassen habe, hafte es als Mitstörer.

Die ursprünglich für Blogs vom BGH aufgestellten Grundsätze seien auch auf Google Maps übertragbar. Die Verpflichtung, eine Stellungnahme von ihren Usern einzuholen, überspanne nicht die Anforderungen an Google. Denn wenn sie – wie bei Google Maps – die Möglichkeit der Einstellung von Bewertungen geschaffen habe, müsse sie auch damit rechnen, dass es zu Beanstandungen komme und hierfür entsprechende personelle und technische Kapazitäten bereitstellen.

Bewertung bei Google+ Local bzw. Google My Business löschen lassen

Google bietet zur Löschung von Bewertungen ein eigenes Formular an, das einiger Maßen kompliziert ist. Der Einreicher des Antrags erhält dann eine Bestätigung eines Bearbeiters von der E-Mail-Adresse removals@google.com. Manchmal erhält man erst nach mehreren Wochen eine Antwort von Google und wird gebeten, der Weiterleitung der Beschwerde an den Verfasser zuzustimmen. Stimmt man nicht zu, sei es Google nach eigenen Angaben nicht möglich, eine Stellungnahme des Verfassers bezüglich des Erfahrungsberichts einzuholen. Zu einer Löschung des Erfahrungsberichts ohne vorherige Weiterleitung der Beschwerde an den entsprechenden Verfasser sei Google nicht verpflichtet und gegenüber diesem auch nicht berechtigt. Google sieht sich verpflichtet, dem Verfasser zunächst Gelegenheit zu geben, die Beanstandung zu kommentieren oder auch die beanstandeten Inhalte selbst zu entfernen. Diesbezüglich verweist Google auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25.10.2011 (VI ZR 93/10).

Bundesweite Hilfe bei negativen Google Bewertungen

Rufen Sie mich bei einer negativen Google-Bewertung unter Telefon 07171 – 18 68 66 von Montag bis Sonntag von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr für eine kostenlose telefonische Ersteinschätzung gerne an. Sie können auch unser Kontaktformular nutzen:

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