Wie kann man eine negative Glassdoor löschen lassen?


Arbeitgeberbewertung immer beliebter

Immer mehr Bewerber informieren sich im Netz über potenzielle Arbeitgeber Das amerikanische Arbeitgeberportal Glassdoor versucht seit Jahren, dem größten Portal für Arbeitgeberbewertungen in Deutschland, Kununu.com, Konkurrenz zu machen. Das US-Portal bietet Unternehmen im Rahmen eines Employer Branding die Möglichkeit, sich zu präsentieren und Stellenangebote zu veröffentlichen. Die Kernleistung des Portals Glassdoor besteht jedoch in den Arbeitgeberbewertungen. Sogar das Top-Management kann man bewerten. Um genau diese Arbeitgeberbewertungen sollten sich Unternehmen sehr genau kümmern, sind sie doch ein Aushängeschild des Unternehmens im Internet. Schlechte Bewertungen können in diesem Fall hochqualifizierte Bewerber abschrecken.

Arbeitgeberbewertungen auf Glassdoor fragwürdig

Die Plattform fordert User aktiv dazu auf, Bewertungen abzugeben. Vermutlich dienen diese Bewertungen auch dem Zwecke der Datensammlung. Glassdoor kann getrost als BigData-Portal bezeichnet werden, da es im typischen amerikanischen Stil massiv Daten sammelt, um diese für eigene Zwecke zu verwenden. Das Portal ist in der Vergangenheit auch durch falsche Angaben bezüglich offener Stellen von Unternehmen aufgefallen. Hierzu sind im Internet einschlägige Artikel zu finden. Daher dürften Vorbehalte angebracht sein, was die Seriosität der Bewertungen betrifft.

Unzufriedene bewerten häufiger

Werden Bewertungsplattformen von vielen genutzt, so zeigt die Erfahrung, dass die Bewertungen dort oft von sehr unzufriedenen Personen abgegeben werden. Andererseits kaufen sich mittlerweile auch Unternehmen illegaler Weise Bewertungen auf verschiedenen Portalen, um schlechte Ergebnisse aufzuhübschen. Die Gesamtbewertung eines Unternehmens kann daher in beide Richtungen massiv verfälscht sein. Doch nicht alle potentiellen Mitarbeiter zweifeln die Vertrauenswürdigkeit der Informationen an.

Unfreiwilliger Eintrag bei Glassdoor?

Bei Glassdoor finden sich unzählige Unternehmen, die sich dort nicht selbst registriert haben, aber trotzdem bewertet werden können. Dies liegt am System dieses Portals: Wer bewertet, übermittelt seinen Arbeitgeber an das Portal, das seinerseits ein Profil für dieses bewertete Unternehmen erstellt. Es besteht kein Recht seitens des gelisteten Unternehmens, das komplette Profil löschen zu lassen. Wer seine Leistungen am Markt anbietet, muss sich auch Bewertungen gefallen lassen, so die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes.

Wer sich registriert, verlässt das Deutsche Recht!

Achtung: Wer sich bei Glassdoor registriert, egal ob als Arbeitgeber oder als Arbeitnehmer bzw. Mitarbeiter, unterwirft sich den Nutzungsbedingungen des Portalbetreibers. Aus Ziff. 14 (Stand 2019) unter „Anwendbares Recht“ ergibt sich, dass für Streitigkeiten für registrierte Nutzer die Gesetze des US-amerikanischen Bundesstaates Kalifornien Anwendung finden, wobei alle kollisionsrechtlichen Vorschriften, die zur Anwendung der Gesetze eines anderen Staates führen würden, ausgeschlossen sind. Das heißt im Klartext: Wer als registrierter Nutzer Streit mit Glassdoor hat, für den gilt das Recht des goldenen Staates und nicht mehr deutsches Recht.

Was tun bei negativen Bewertungen auf Glassdoor?

Mit negativen Arbeitgeberbewertungen ist nicht zu spaßen. Man sollte sie auf jeden Fall löschen lassen, um keine Mitarbeiter abzuschrecken. Gleichzeitig sollte man sie als guten Hinweis auf Verbesserungspotenziale im Unternehmen ansehen, damit keine neuerliche Kritik bezüglich derselben Punkte aufkommt.

Das Löschverfahren hat seine Tücken. Es sollte daher unbedingt von einem spezialisierten Anwalt durchgeführt werden. Zunächst sendet man ein juristisch fundiertes Löschbegehren an den Portalbetreiber. Der Betreiber – hier Glassdoor – muss prüfen, ob die Beanstandung gerechtfertigt ist. Die Beanstandung muss hinreichend konkret sein, also Indizien der Unwahrheit enthalten. Sodann wird sie an den Verfasser der Bewertung weitergeleitet. Dieser muss nachweisen, dass er zur Bewertung berechtigt ist, insbesondere er Bewerber oder Mitarbeiter des bewerteten Unternehmens ist. Schafft er das nicht, und kann er die Beanstandung nicht konkret in Frage stellen, muss die Bewertung gelöscht werden.

Welche Bewertungen sind rechtswidrig?

Bewertungen sind immer dann rechtswidrig, wenn der Bewerter nicht seine eigenen Erfahrungen postet, er selbst also gar nicht Mitarbeiter des bewerteten Unternehmens war. Außerdem sind Kritiken unzulässig, wenn sie unwahre Tatsachen oder Schmähkritik enthalten.

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Wenn Sie eine negative Bewertung auf Glassdoor löschen wollen, rufen Sie uns für eine kostenlose Erstberatung unter Telefon ☎ 07171 – 79 80 00 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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