Negative Sanego Bewertung löschen und entfernen.


Negative Sanego Bewertung entfernen – Bundesweite Hilfe

Sie sind Arzt und wollen eine negative Sanego Bewertung löschen? Gerne unterstützt Sie Rechtsanwalt Matthias Hechler, M.B.A. mit seiner Erfahrung aus zahlreichen Fällen.

Ständig werden Ärzte auf Arztbewertungsportalen wie Sanego bewertet. Die Bewertungen sind nicht immer wohlwollend, sondern teilweise unsachlich und diffamierend und stellen eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Arztes in Form von Rufmord dar. Folge dieser negativen Sanego Bewertungen kann sein, dass neue Patienten ausbleiben und Stammkunden den Arzt wechseln. Das Internet ist bei der Suche nach Ärzten zu einem ganz wesentlichen Medium geworden. Selbstverständlich sind positive Bewertungen ein Aushängeschild für einen niedergelassenen Arzt und für die Akquise von Neupatienten förderlich. Doch selbst bei zahlreichen positiven Bewertungen auf Sanego kann eine einzige negative Bewertung dazu führen, dass sich ein Patient von seinem Arzt abwendet oder sich bei seiner Arztsuche für einen Konkurrenten entscheidet. Betroffene Ärzte stehen daher oft vor der Frage, was sie tun können bzw. ob sie negative Bewertung auf Sanego entfernen können.

Meinungsfreiheit und ihre Grenzen bei der Arztbewertung

Gerade in Zeiten des Internets hat jedes Individuum (leider) die Möglichkeit, aus der Anonymität heraus andere zu beschimpfen und zu diffamieren oder unwahre Tatsachen zu verbreiten. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, mit Fake-Anmeldungen die eigenen Leistungen zu bewerben oder die Leistungen des Konkurrenten mit schlechten Bewertungen zu behindern. Mit diesen Problemen hat die deutsche Ärzteschaft (zusätzlich) zu kämpfen.

Negative Arztbewertungen treten in Form von reinen Meinungsäußerungen, von unwahren Tatsachenbehauptungen und von Meinungen mit Tatsachenkern auf. Die Meinungsfreiheit ist von Art. 5 Grundgesetz geschützt und ein hohes Gut unserer Demokratie. Jedoch tritt sie dann zurück, wenn die Bewertung eine Verletzung der Ehre des bewerteten Arztes und seines Persönlichkeitsrechts darstellt, etwa in Form von Rufmord und ehrverletzenden Diffamierungen, also Schmähkritik (z. B. die Bezeichnung als „inkompetent“ oder „Abzocker“). Angesichts dessen muss eine negative Bewertung in einem Arztbewertungsportal dahingehend genau untersucht werden, ob (noch) eine noch zulässige Meinungsäußerung vorliegt. Unwahre Tatsachenbehauptung müssen gelöscht werden. Die korrekte Einordnung der Bewertung entscheidet also darüber, ob die Löschung verlangt werden kann oder nicht. Dabei kommt es besonders auf eine Einzelfallabwägung an.

Ansprüche des Arztes bei einer rechtswidrigen negativen Sanego Bewertung

Verlässt eine Bewertung den Bereich einer geschützten Meinungsäußerung, so kann eine Straftat wie die Beleidigung, die üble Nachrede oder die Verleumdung vorliegen. In diesen Fällen steht dem Arzt ein Anspruch auf Entfernung der Bewertung gegen den Portalbetreiber zu. Theoretisch steht dem Arzt auch ein Unterlassungsanspruch gegen den Verfasser selbst zu. Allerdings verweigern die Portale die Herausgabe der personenbezogenen Daten in der Regel. Der Bundesgerichtshof hat am 01.07.2014 allerdings in einem von Rechtsanwalt Matthias Hechler, M.B.A. geführten Prozess entschieden, dass der Portalbetreiber die dort gespeicherten Daten über den Verfasser herausgeben muss.

Wann muss Sanego Bewertungen entfernen?

Das LG Nürnberg-Fürth hat in einer Entscheidung (Urteil vom 08.05.2012, Az. 11 O 2608/12) die Voraussetzungen des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 25. Oktober 2011 – VI ZR 93/10), unter denen ein Hostprovider als Störer für von ihm nicht verfasste oder gebilligte Äußerungen eines Dritten in einem Blog auf Unterlassung in Anspruch genommen werden kann, für ein Portal wie Sanego konkretisiert: Ein Unterlassungsanspruch gegenüber dem Portal selbst kommt erst ab Kenntnis der Portalbetreiber von der Rechtsverletzung in Betracht. Diese haben die Bewertung zunächst zu entfernen und ein Prüfungsverfahren mit dem Bewerter einzuleiten. Kann dieser die Behandlung nicht nachweisen, ist die Bewertung zu löschen. Ab Kenntnis von einer Rechtsverletzung hat der Portalbetreiber sogar Prüfungspflichten bzw. Verhinderungspflichten gegenüber neuen Bewertungen bezüglich des in seinem Persönlichkeitsrechts verletzten Arztes (BGH, Urteil vom 13.05.2013 – VI ZR 269/12). Nach Ansicht des LG Hamburg ist ein Portalbetreiber sogar für den Wahrheitsgehalt der jeweils abgegebenen Bewertung beweisbelastet (vgl. Urteil des Landgericht Hamburg vom 21.03.2013, Aktenzeichen: 327 O 494/12).

Daher hat ein betroffener Arzt auch in Unkenntnis der Person des Bewerters jederzeit die Möglichkeit, unwahre Tatsachenbehauptungen bzw. Schmähkritik bezüglich seiner Person löschen zu lassen. Die genannten Grundsätze gelten selbstverständlich auch für die Entfernung von negativen Jameda-Einträgen.

Erfahrungsgemäß tun sich die Portale zunächst schwer, mit anwaltlicher Hilfe ist die Löschung jedoch meist kein Problem. Die berufliche Rechtsschutzversicherung ist grundsätzlich eintrittspflichtig.

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